Ziele

Ziele

Ziel des Projektes QProLCC ist die Ausarbeitung von Grundlagen zur Schaffung und Sicherstellung der Vergleichbarkeit von Werkzeugen und Formen hinsichtlich ihrer Lebenszykluskosten unter Berücksichtigung der Kriterien Qualität und Kosten. Die Vergleichbarkeit soll u. a. auf Basis von aus Lastenheften oder der Werkzeugkonstruktion ersichtlichen Größen sowie ergänzender Komplexitätseinschätzungen erreicht werden. Durch den Vergleich können Werkzeuge unterschiedlicher Hersteller hinsichtlich ihrer Qualitätsleistung (Lebenszykluskosten) verglichen werden und so Transparenz für den Werkzeugbau, den Teilefertiger sowie den Einkäufer des Kunden geschaffen werden.

Der Ermittlung von Kostenfunktionen, die für unterschiedliche Werkzeugtypen, einzelne Werkzeugkomponenten und Kostenbestandteile abgeleitet werden, kommt eine besondere Bedeutung zu. Dabei sollen Einflussgrößen, z. B. die Komplexitätsfaktoren Materialart, Blechstärke und Geometrie des Artikels, Berücksichtigung finden. Um allgemeingültige Aussagen hinsichtlich der Charakteristik der Kostenverläufe treffen zu können, werden Vergleiche der Kostenfunktionen durchgeführt. Hieraus sollen Handlungsanweisungen u. a. hinsichtlich der Instandhaltungsstrategie sowie zur Instandhaltungs(kosten)planung abgeleitet werden.

Das Life Cycle Controlling-Modul dient der integrierten Betrachtung von Werkzeug- und Teilekalkulation sowie der Kosten-Nutzen-Betrachtung von Optimierungsmaßnahmen. Hierfür ist es erforderlich, einerseits die Auswirkungen von Optimierungsmaßnahmen am Werkzeug, z. B. Wechsel auf verbesserte Werkzeugmaterialien, auf dessen Betriebsverhalten und damit die Lebenszykluskosten zu erfassen und zu analysieren. Andererseits sind die Einflüsse der Werkzeuglebenszykluskosten auf die Fertigungskosten der Teile abzubilden. Dabei sind sowohl produktionsbegleitende Kalkulationshilfen als auch Teilekosten-Prognosen denkbar, die z. B. die Entwicklung der Teile-Istkosten für bestimmte Zeitabschnitte, durchschnittliche Teilekosten und prognostizierte Teilekosten bereitstellen. Insgesamt können so lebenslaufbegleitend Optimierungspotenziale erkannt, Maßnahmen eingeleitet und überwacht werden und somit Transparenz und Spielräume für Kostenreduzierungen geschaffen werden. Als Basis für die prototypische Anwendung soll die prototypische Software LCC-Calc dienen.