Basierend auf den Ergebnissen des Forschungsprojektes LCC wurde die abschnittsweise Darstellung der Lebenszykluskosten (LZK) als Summe der Herstell- (HK), Optimierungs- (OK), Wartungs- (WK) und werkzeugbedingten Stillstandskosten (SK) übernommen. Vor dem Aufbau der Lebenszykluskostenprognose wurden die erfassten Praxisdaten hinsichtlich der Verteilung der Lebenszykluskosten und der Aussagekraft des Einkaufspreises bzw. der Herstellkosten als Qualitätskriterium analysiert, um Ähnlichkeiten in den Kostenstrukturen der Werkzeuge zu ermitteln.

Sie weist teilweise eine starke Streuung auf. Als deutliche Kostentreiber können die Herstell- und Wartungskosten identifiziert werden, die im Durchschnitt 50,7% und 35,06% ausweisen. Die Optimierungskosten und werkzeugbedingten Stillstandskosten weisen dagegen nur knapp 5% und 10% im Durchschnitt auf. Die Streuung der OK und SK fällt insgesamt geringer als die der HK und WK aus. Die Ähnlichkeit dieser Kostenelemente ist deswegen größer. Untergliedert in Entstehungskosten und Nutzungskosten stellt sich die Verteilung der LZK wie folgt dar. Im Durchschnitt entfallen knapp 55% der Lebenszykluskosten auf die Entstehungskosten und 45% sind den Nutzungskosten zuzuordnen.
Die annähernd gleiche Verteilung der beiden Kostenelemente unterstreicht die Bedeutung einer lebenszyklusorientierten Kostenbetrachtung von Werkzeugen.