Das Vorgehen zur Bewertung von Optimierungsmaßnahmen sieht eingangs die Erfassung von Inputparametern eines Werkzeugs wie die im Projekt definierten TKF und WKF sowie zusätzliche technologische Kennzahlen vor. Die Inputparameter legen fest, welche technologischen Optimierungsmaßnahmen dokumentiert und kostenorientiert bewertet werden können.
Nach der Bestimmung der Inputparameter erfolgt die Erfassung der Lebenszykluskosten oder deren Elemente bis zur Durchführung einer Optimierungsmaßnahme. Die ermittelten Kosten werden in Relation zur produzierten Stückzahl dem ersten Produktionszeitraum zugeordnet, das Werkzeug technologisch verändert und die Inputparameter gemäß der durchgeführten Optimierungsmaßnahme angepasst. Wird beispielsweise aufgrund einer Werkzeugdeformation eine Werkzeugkomponente gehärtet oder gegen eine härtere Komponente ausgetauscht ist die Kennzahl des Härtegrads in den Inputparametern des Werkzeugs entsprechend anzupassen. Die Erfassung der Lebenszykluskosten mit dem veränderten Werkzeugparametersatz beginnt von vorne.
Sofern bereits Lebenszykluskosten für vorherige Werkzeugparametersätze vorliegen, können nach Abschluss eines Betrachtungszeitraumes die Lebenszykluskosten verschiedener Werkzeugparametersätze miteinander verglichen werden und die Kostenunterschiede auf die durchgeführten Optimierungsmaßnahmen zurückgeführt werden. Die Methode verknüpft damit die technologischen Optimierungsmaßnahmen mit dem wirtschaftlichen Aspekt der Lebenszykluskosten und deren vier Kostenelemente.
