Die zweite Controllingmethode ermöglicht die Kostenüberwachung der Lebenszykluskosten in der Nutzungsphase der Werkzeuge. Unwirtschaftlich produzierende Werkzeuge werden durch den Controllingansatz identifiziert und können mit den Erkenntnissen aus der Controllingmethode zur Bewertung von Optimierungsmaßnahmen durch technologische Veränderungen lebenszykluskostenorientiert verbessert werden.
Im Rahmen eines target costing werden zu Beginn der Methode Zielkosten bzw. die erlaubten Soll Kosten pro Stück festgelegt. Die Soll-Kosten werden je Kostenelement der Lebenszykluskosten (z. B. Wartungskosten pro Stück) angegeben und können über die im Projekt erarbeitete Kostenprognose ermittelt werden. Anschließend werden zur Nutzungszeit eines Werkzeugs die aktuellen Ist-Kosten der einzelnen Lebenszykluskostenelemente aufgezeichnet. Die Ist-Kosten können anschließend zur Nutzungszeit des Werkzeugs analysiert werden, indem die erfassten Lebenszykluskosten den Sollkosten gegenübergestellt werden.

Je nach Bedarf können die Kosten durch Optimierungsmaßnahmen am Werkzeug beeinflusst werden. Grundlage der Optimierungsmaßnahmen stellt dabei die erste Controllingmethode zur Bewertung der Auswirkungen auf die Werkzeuglebenszykluskosten dar.